Archivierte Pressemitteilungen 2007
Rotenburger Kreiszeitung 05.12.2007
Energiesicherheit und Terrorismus
Experten uas Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Bundeswehr referierten bei RSF
Mulmshorn (go). Zwei wichtige Themen beherrschten den Nachmittag des Rotenburger Sicherheitsforums der Jungen Union (JU) Niedersachsens. Zum einen ging es um die Energiesicherheit und Sicherheitspolitik, zum anderen um die Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus in Deutschland und Möglichkeiten von Gegenmaßnahmen.
Die zentrale Bedeutung einer ausreichenden Rohstoff- und Energieversorgung für eine Industrienation wie Deutschland ist hinreichend bekannt. In seinem Referat "Energiesicherheit und Sicherheitspolitik - Strategische Herausforderungen für Deutschland", nahmen die Experten Hilmar Rempel, als Rohstoffexperte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, und aus den Reihen der Bundeswehr Oberst f. G. Roland Kaestner, Dozent an der Führungsakademie, Stellung.
Nachdem Hillmar zunächst einen allgemeinen Überblick über die Energieressourcen und den Handelswege gegeben hatte, ging er näher auf die Rohstoffe Öl und Kohle ein. Er prognostizierte, dass bei der Ölförderung im Jahre 2020 der Zenit erreicht sein und die Förderung sinken werde. Kohle sei noch für lange Zeit ausreichend vorhanden. Alternative Energiequellen würden die traditionellen Quellen langfristig nicht ersetzen können, die er als das "Rückgrat" der Volkswirtschaften bezeichnete. China engagiere sich zunehmend in Afrika und beteilige sich verstärkt zu lokalen Energieunternehmen. Er forderte die Europäische Gemeinschaft auf, durch gemeinsame Energieaußenpolitik mehr Gewicht bei Verhandlungen zu erhalten.
Oberst Kaestner stellte die Gleichung auf "Energiepolitik gleich Sicherheitspolitik" und begründete die These mit der Vernetzung der Weltwirtschaft mit dem Ölpreis und der Abhängigkeit des Ölpreises von der Sicherheitslage. Ereignisse in der Vergangenheit hätten zu "Ölpreisschocks" und Wirtschaftskrisen geführt. Ein Ausweg aus der Abhängigkeit von Öl müsse gefunden werden. Als Beispiel führte er die Energiegewinnung aus Wasserstoff an, die zu einem "Sicherheitszuwachs" führe.
Eine wichtige Rolle spielten auch die Energiehandelswege. So seien Öl-Pipelines sehr gefährdet für Anschläge. Kaestner war sich sicher, dass die USA den Iran nicht angreifen würden, weil dann die Straße von Homos vom Iran sofort gesperrt werden würde und der Ölpreis innerhalb kürzester Zeit auf 300 bis 400 Dollar pro Barrel ansteigen würde.
Zur Bedrohungslage durch islamistischen Terrorismus nahm zunächst das Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Reinhard Grindel MdB, Stellung. Als wichtigen Schutz sah Grindel zweifelsohne die Online-Durchsuchung an. "Es darf keinen Kommunikationsraum für Terroristen geben, bei dem sie vor dem Zugriff des Staates sicher sein können", erklärte der Experte für innere Sicherheit. "Was SPD-Chef Kurt Beck dazu bei den Jusos gesagt hat, ist unverantwortlich. Wir werden die SPD verantwortlich machen, sollten die Sicherheitsbehörden in Zukunft Anschläge deshalb nicht verhindern können, weil ihnen dafür die notwendigen Instrumente verweigert wurden", kritisierte Gindel die Sozialdemokraten.
Er wies darauf hin, dass das Internet den Terroristen ein gigantisches Forum biete. Er plädierte für die einwandfreie Rechtsgrundlage für Online Durchsuchungen.
"Gleichzeitig müssen wir aber auch durch die bessere Integration von Ausländern dafür sorgen, dass es ausländischen Gruppen unmöglich ist, hier aufgewachsene Jugendliche ausländischer und deutscher Staatsangehörigkeit zu radikalisieren", erklärte Grindel. Der Dozent an der Uni Erfurt, Dr. Matthias Fischer betonte in seinem Vortrag, dass der Dialog zwischen dem Islam und den Christen sehr wichtig sei. Als Beispiel nannte er den "Tag der offenen Moschee". "Gehen Sie hin!", so Fischer.
Der Dialog führe zu mehr Sicherheit. Er lobte den von Wolfgang Schäuble initierten Islamgipfel. Er wies darauf hin, dass in Deutschland 3,5 Millionen Muslime lebten, von denen nur mehrere hundert als gefährlich eingestuft würden.

Dr.Matthias Fischer (Dozent Uni Erfurt) und Reinhard Grindel MdB informierten über die Bedrohungslage durch Terrorismus.
(Foto: Goldstein)
Rotenburger Kreiszeitung 05.12.2007
Klönschnack mit Mechthild Ross-Luttmann
Niedersächsische Sozialministerin referierte in Mulmshorn über “Familienpolitische Perspektiven“
MULMSHORN (go)Die Frauen-Union (FU) der CDU im Kreisverband Rotenburg lud zu einem vorweihnachtlichen Klönschnack in den „Heidejäger“ in Mulmshorn ein. Als Ehrengast war die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit eingeladen. Mechthild Ross-Luttmann referierte zum Thema „Familienpolitische Perspektiven für das Zukunftsland Niedersachsen“.
Die Vorsitzende der FU, Michaela Holsten, hatte den Abend organisiert und freute sich, dass mehr als 30 Frauen des Kreisverbandes dieser Einladung gefolgt waren. „Drei bis vier Mal im Jahr führen wir öffentliche Veranstaltungen durch, um Kontakt untereinander zu halten und das Miteinander der Mitglieder zu vertiefen. Wir wollen uns aber auch über bestimmte Themen der aktuellen Familienpolitik informieren. Eine von vielen Aufgaben ist die Unterstützung unserer Partei im Wahlkampf, und wir sehen uns als Multiplikatoren des christlich-demokratischen Grundgedankens“, erklärte die Vorsitzende.
Die Gitarrengruppe des Landfrauenvereins Zeven spielte und sang zur Einstimmung auf den Abend gemeinsam mit den Anwesenden traditionelle Weihnachtslieder. Sie sorgten für ein vorweihnachtliches Ambiente, dass zu der vorgelesenen Weihnachtsgeschichte der Ministerin passte.
In ihrem Vortrag ging Ross-Luttmann dann auf die Verbesserung der Betreuung der unter Dreijährigen ein und sprach von den gesetzlichen Regelungen, die Eltern das Wahlrecht garantierten, welcher Elternteil arbeite und wer zu Hause bleibe. Die wertvollen Tugenden der Kinder, wie ihr Lachen und ihre Unbefangenheit, seien für unserer Gesellschaft von enormer Wichtigkeit. Die Erziehung der Kinder obliege den Eltern – aber wo diese überfordert seien oder versagten, müsse der Staat eingreifen. Wichtig sei das verbindliche Meldewesen bei Vorsorgeuntersuchungen. Die Einhaltung der Fristen würden von den Jugendämtern kontrolliert. Der Staat biete bei Nichteinhaltung zunächst seine Hilfe an und greife bei extremen Situationen zum Schutze des Kindes mit Maßnahmen ein.

Kreisvorstandsmitglied Katharina Merklein, Ministerin Mechthild Ross-Luttmann und die Vorsitzende der Kreis-FU, Michaela Holsten, beim Klönschnack (v.l.)
(Foto: Goldstein)
16.11.2007
EAK der CDU diskutiert über Patientenverfügungen
Ross-Luttmann und Rachel referieren
Rotenburg. Am kommenden Montag, 19. November, 19.30 Uhr, führt der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU, Kreisverband Rotenburg, einen öffentlichen Vortrags- und Gesprächsabend zum Thema „Ethische Grundsätze und rechtliche Regelungsmöglichkeiten für Patientenverfügungen“ durch. Als Referent hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, seine Teilnahme zugesagt. Die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Mechthild Ross-Luttmann, wird ebenfalls Stellung nehmen. Die Veranstaltung findet im Restaurant „Aira“, Elise-Averdieck-Str. 17, 23756 Rotenburg, statt.
„Für viele Menschen in unserem Land ist der Wunsch noch einem würdigen, den persönlichen Wertvorstellungen und Wünschen entsprechenden Sterben von zentraler Bedeutung“, betont der EAK-Kreisvorsitzende Albert Rathjen. Gerade angesichts der unvorhersehbaren Situationen am Ende des Lebens, die zum Großteil durch schwere Krankheit, abnehmende Selbstbestimmungs-möglichkeiten und wachsende Pflegebedürftigkeit gekennzeichnet seien, „erwachsen viele Sorgen, Unsicherheiten und Ängste“. Insbesondere die Vorstellung „vielleicht nicht mehr in der Lage zu sein, über sich selbst entscheiden zu können und in wichtigen medizinischen und pflegerischen Fragen nicht ansprechbar zu sein, lassen es ratsam erscheinen, nach Möglichkeit im Voraus den eigenen Willen und die individuellen Wünsche zu äußern“. Hierfür biete sich schon seit längerer Zeit das Mittel der Patientenverfügung an. Auch die Kirche helfe hier recht wirkungsvoll. Die gesamte rechtliche Situation bezüglich des Umganges mit solchen Patientenverfügungen sei jedoch bis heute nicht befriedigend geklärt. „Es ist deshalb dringend nötig, an diesem Punkt Rechtssicherheit für Patienten, Angehörige und Ärzte zu schaffen“, fordert Rathjen.
Thomas Rachel kommt nicht nur als Referent für das angekündigte Thema, sondern auch als Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des EAK-Kreisverbandes Rotenburg in die Kreisstadt.
06.11.2007
Den Bedürfnissen angepasst
Neue CDU-Geschäftsstelle jetzt in der Großen Straße / Offizielle Einweihung
Rotenburg (go). Die weithin sichtbare Fahne mit der Aufschrift CDU weist den Weg zur neuen Geschäftsstelle des Kreisverbandes der Christlichen Demokratischen Union (CDU) in der Großen Straße 61a. "Die neuen Räumlichkeiten der Rotenburger CDU werden den Bedürfnissen besser gerecht", freut sich der Kreisverbandsvorsitzende der CDU Albert Rathjen.
Der Weg zur CDU-Geschäftsstelle ist schnell gefunden, denn sowohl von dem großen Parkplatz in der Glockengießer Straße als auch vom Neuen Markt her ist das etwas abseits von der Straße liegende Haus einfach zu erreichen. Schon das frische Äußere des Gebäudes wirkt einladend. Die in warmen Pastellfarben gehaltenen hellen Büroräume der Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann, des Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel und des Kreisgeschäftsführers Jens Richter sind zwar zweckmäßig konzipiert, aber dennoch stilvoll und gemütlich eingerichtet. Ein weiterer Raum dient als zusätzliches Büro und Lagerraum für das übliche Informations-, Werbematerial und "Give-aways" einer Partei. Die Bilder an den Wänden im Empfangsbereich zeigen Persönlichkeiten und Bilddokumente aus der CDU-Historie.
Die anwesenden CDU-Mitarbeiter waren von den sich jetzt bietenden hervorragenden Arbeitsbedingungen für die Erledigung ihrer Aufgaben sehr angetan und sehen das neue Domizil als idealen Stützpunkt für den Ende Dezember dieses Jahres beginnenden Wahlkampf zu den Landtagswahlen in Niedersachsen 2008.
Ilona Koennecke ist für den reibungslosen Ablauf in der Geschäftsstelle verantwortlich. "Während der Kernöffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr sind wir für jedermann zu erreichen", verspricht Koennecke. Der Kreisgeschäftsführer Jens Richter gibt zusätzlich am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils nachmittags gerne Antworten auf alle Fragen rund um Politik und Partei.
Die Regelung von kommunalen Angelegenheiten, Herstellen von Kontakten zu den Mandatsträgern im Land- und Bundestag, Erteilung von Auskünften sowie Hilfe und Beratung bei einfachen Angelegenheiten bis hin zu schwierigen Erläuterungen zu Entscheidungen der Legislative auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene - dem Bürger soll geholfen werden. "Wer mit einem Problem zu uns kommt, geht mit dem Gefühl nach Hause, dass man sich ernsthaft um seine Angelegenheitenkümmert", so Mechthild Ross-Luttmann.
Wer nicht persönlich in die Geschäftsstelle kommen kann, hat die Möglichkeit, unter der Telefonnummer 04261/3815 oder Email CDU-Rotenburg@t-online.de Kontakt aufzunehmen.

Ilona Koennecke, Albert Rathjen, Heinz-Günter Bargfrede, Reinhard Grindel, Hans-Heinrich Ehlen, Mechthild Ross-Luttmann, Thorsten Hastedt, Marlene Hestermann, Jens Richter und Markus Luckhaus bei der Eröffnung der neuen CDU-Kreisgeschäftsstelle.
Foto: Goldstein
06.11.2007
CDU ab sofort in der Großen Straße
Geschäftsstelle und Wahlkreisbüros unter einem Dach

Die CDU-Geschäftsstelle in der Großen Straße wurde kürzlich offiziell eröffnet und versteht sich unter anderem als Servicestelle für alle Bürger
Foto: van Rahden
Rotenburg . (ivr). Die Geschäftsstelle der Christlich-Demokratischen Union (CDU) ist umgezogen: Seit dem 1. Juli sind die Mitarbeiter bereits in der Großen Straße 61a zu finden – und ab sofort montags bis freitags persönlich zu erreichen.
Als dringend notwendigen Schritt bezeichnete der CDU-Kreisvorsitzende Albert Rathjen den Umzug aus der Turmstraße in die neuen Räume in der Großen Straße, die sowohl von der Fußgängerzone (Durchweg zur Volksbank) als auch über den Parkplatz an der Glockengießerstraße zu erreichen sind. "Unser altes Büro wurde uns schlichtweg zu eng, ein vernünftiges Arbeiten war kaum mehr möglich. Die neue Geschäftsstelle wird unseren Bedürfnissen besser gerecht." Die zentrale Lage und damit eine gute Erreichbarkeit für alle Interessierten sollte durch den Umzug erreicht werden.
Die Räume teilen sich Kreisgeschäftsführer Jens Richter, Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann, Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel und Fraktionsvorsitzender Heinz-Günther Bargfrede. Ihnen zur Seite stehen Ilona Koennecke und Marlene Hestermann. Die Geschäftsstelle vertritt darüber hinaus auch Hans-Heinrich Ehlen, Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und den ländlichen Raum.
Interessierte erhalten vor Ort Informationen zum Parteiprogramm, zu aktuellen Gesetzen und Gesetzentwürfen, Broschüren zur Arbeit des Bundestages und vieles mehr. Außerdem können Bürger Kritik und Anregungen loswerden. "Das ist wichtiges Feedback für unsere Arbeit, denn so erfahren wir, was die Bürger bewegt", sagt Ross-Luttmann. Besonders häufig geschehe das momentan bei Themen wie Hartz IV, der Gesundheitsreform oder - ganz aktuell - dem Nichtraucherschutzgesetz. "Das sind die emotionalen Dinge im Alltag vieler Menschen, die eine Menge Aufregung mit sich bringen", so die Politikerin.
Persönliche Termine werden nach einem Telefonat vergeben. "So können wir uns vorab ein Bild machen, was der Bürger auf dem Herzen hat und uns dann kompetenter auf das Gespräch vorbereiten. Das ist für alle Beteiligten effektiver", ist Ross-Luttmann sicher.
Öffnungszeiten der Geschäftsstelle sind montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr. Montags und mittwochs ist das Büro bis 16 Uhr besetzt. Telefonisch erreichbar ist die CDU unter 04261/3815 oder per E-Mail unter cdu-rotenburg@t-online.de. Richter verspricht: "Sollten wir nicht da sein, läuft ein Anrufbeantworter. Einfach draufsprechen - wir rufen dann umgehend zurück."
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Rotenburger Kreiszeitung 23.04.2007
CDU-Kreisvorstand mit großer Mehrheit bestätigt
Albert Rathjen mit 98,5 % bei Kreisparteitag zum Vorsitzenden wieder gewählt

Der Abgeordnete Reinhard Grindel (re.) und Landwirtschaftsminister Hans-Heiner Ehlen (li.) gratulieren dem alten und neuen Vorsitzenden Albert Rathjen (Mitte) zur Wahl. Foto: Hellwig
LANDKREIS ROTENBURG (fh) Die 140 Parteimitglieder hatten auf dem CDU-Kreisparteitag in Elsdorf gut zu tun, immerhin mussten der Vorstand, das Kreisparteigericht, die Kassenprüfer und verschiedene Delegierte gewählt werden. Bundestagsabteordneter Reinhard Grindel, Landwirtschafsminister Heiner Ehlen und Landrat Hermann Luttmann gaben zudem einen Einblick in die politische Arbeit auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.
"Ein Kreisparteitag dient der Rückschau, der Bilanzierung der politischen Errungenschaften, ist aber auch ein Ausblick darauf, wie die politische Ausrichtung in den nächsten zwei Jahren aussehen soll": Mit diesen Worten eröffnete Albert Rathjen, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Rotenburg, die Veranstaltung. Nach den Grußworten des Elsdorfer Bürgermeisters Heinrich Willenbrock und des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Axel Miesner berichteten der Vorsitzende, der Schatzmeister Henri Blanken und die Kassenprüfer über ihre Aktivitäten. Im Anschluss an die Entlastung des Vorstands standen umfangreiche Wahlen auf dem Programm.
Albert Rathjen wurde mit 138 Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung erneut zum Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Rotenburg gewählt und konnte 98,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Als Stellvertreter wurden Thorsten Hastedt, Markus Luckhaus und Katharina Merklein wiedergewählt. Und auch Schatzmeister Henri Blanken sowie Schriftführer Alfred Rathjen wurden mit in ihren Ämtern bestätigt. In weiteren Wahlgängen haben die Mitglieder über die Delegierten sowie die Ersatzdelegierten für den Bundesparteitag, den Landesparteitag, den Landesausschuss, den Bezirksparteitag und für die Landesvertreterversammlung abgestimmt. Der Abgeordnete Reinhard Grindel, Minister Hans-Heinrich Ehlen und Landrat Hermann Luttmann hielten zu Letzt mit Berichten über ihre politischen Tätigkeiten auf dem Laufenden und lobten die Erfolge der CDU-Politik und die positiven Auswirkungen für die Region.
Zevener Zeitung 16.03.2007
CDU schickt erneut Ehlen ins Rennen
Minister soll 2008 Direktmandat bei der Landtagswahl verteidigen
Selsingen (oer). Hans-Heinrich Ehlen gab sich betont unaufgeregt, als es im Selsinger Schützenhof um das Abstimmungsergebnis ging. Beiläufig machte er sich Notizen in Unterlagen. Als der CDU-Kreisvorsitzende Albert Rathjen dann aber das Ergebnis verkündete, hob er strahlend seine Arme in die Höhe. 90 von 91 Parteimitgliedern stimmten für den Minister aus Kalbe. Er tritt damit bei der Landtagswahl 2008 erneut als Direktkandidat für die CDU im Nordkreis an.
Dass Hans-Heinrich Ehlen gewählt wurde, überraschte Mittwochabend ebenso wenig wie der Umstand, dass sich während der Vollversammlung kein Gegenkandidat meldete. Zu beliebt ist der 57-Jährige – sowohl in seiner Partei als auch in der Bevölkerung. Die Frage war daher nur: Mit welchem Stimmanteil schickt ihn die CDU in den Landtagswahlkampf. Dass am Ende nur einer gegen ihn votierte, sorgte für entsprechend Freude und Erleichterung. Für die Union und ihren Kandidaten war dies der erhoffte Rückenwind.
1994 zog der Landwirtschaftsmeister aus Kalbe erstmals in den Landtag ein. Bei den folgen-den Wahlen verteidigte er sein Direktmandat souverän. Seit 2003 ist Ehlen Minister für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Wir haben in den vergangenen Jahren einige Vorhaben erdacht und auf den Weg gebracht“, erklärte er seinen Parteifreunden im Schützenhof. Beispielhaft nannte er die Abschaffung der Bezirksregierungen und die Schulstrukturreform, durch die auch im Kreis Rotenburg neue gymnasiale Standorte entstanden sind.
Den Bau neuer Rad- und Wirtschaftswege, die Planungen für einen Schnellbus Zeven-Sittensen-Tostedt, die Förderung regenerativer Energien sowie Fortschritte bei den Themen BAB-Anschlussstelle Elsdorf und Autobahn A 22 führte er ebenfalls an. Und auch den geplanten Bau einer Justizvollzugsanstalt auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Bremervörde nannte der Minister, der sich zudem zufrieden mit der Entwicklung rund um das ehemalige Lager Sandbostel äußerte. Mit der Gründung einer Stiftung habe sich die Situation dort entkrampft.
Von wichtigen Weichenstellungen sprach Ehlen mit Blick auf die Landwirtschaft. Auf allen politischen Ebenen habe er sich für die Belange der Agrarwirtschaft eingesetzt. Angesichts dieser Bilanz warb er bei den CDU-Mitgliedern darum, bei der Landtagswahl erneut anzutreten.
Rückdeckung erhielt er dafür vom Kreisvorstand, der Ehlen nominiert hatte. Vorsitzender Albert Rathjen pries den Kalber als kompetenten, pflicht- und verantwortungsbewussten Politiker, der stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger und der Parteibasis habe und sich der „Grenzen des Machbaren“ bewusst sei. „Er sagt auch offen und ehrlich, wenn etwas nicht geht.“
„Wir können gemeinsam etwas für unsere Region erreichen“, warb Ehlens CDU-Ministerkollegin Mechthild Ross-Luttmann für die Nominierung des 57-Jährigen. Die Politikerin aus dem Südkreis lobte die zupackende Art Ehlens. Wenn die vielen Juristen in der Ministerrunde die Fürs und Wider abwägen, haue er irgendwann dazwischen und sage, wie etwas konkret getan werden soll, schildert sie schmunzelnd. Und: „Mit ihm kann man Pferde stehlen.“
Nach den klaren Voten der CDU-Mitglieder für Mechthild Ross-Luttmann, die vor zwei Wochen, wie berichtet, einstimmig nominiert wurde, und Hans-Heinrich Ehlen, geht die Union gestärkt in den Wahlkampf, dessen heiße Phase laut Rathjen im November beginnt. Er ist zuversichtlich, dass die CDU erneut beide Direktmandate und ein gutes Zweitstimmenergebnis bekommt. Blieb als einziger Wermutstropfen die nach Rathjens Geschmack geringe Beteiligung der CDU-Mitglieder an der Vollversammlung. Immerhin biete dieses Wahlverfahren allen die Möglichkeit der Mitwirkung.

Nach dem eindeutigen Ergebnis strahlt nicht nur der Minister. Auch Ehefrau Monika sowie Katharina Merklein (links) und Albert Rathjen (rechts) freuen sich über den Rückenwind von der Parteibasis. Foto: oer

Bremervörder Zeitung 06.03.2007
Nominierung von Frau Ross-Luttmann zur Landtagswahl
Rotenburg (rk/men). Knapp ein Jahr vor den Landtagswahlen stellt der CDU-Kreisverband Rotenburg bereits die personellen Weichen: Wie bereits vor vier Jahren wird Mechthild Ross-Luttmann als Direktkandidatin für die CDU im Südkreis ins Rennen gehen. Damals empfahl sich die Unterstedterin noch als Sozialdezernentin des Landkreises für
den Einzug ins Landesparlament, mittlerweile grüßt sie als niedersächsische Sozialministerin. Angesichts des Nominierungsergebnisses von 100 Prozent weiß sie ihren CDU-Kreisverband hinter sich.
65 stimmberechtigte Mitglieder waren am Donnerstag zu der Wahlkreismitgliedervollversammlung für den Wahlkreis 53 in den Rotenburger Bürgersaal gekommen - 64 von ihnen plädierten für die Ministerin, es gab eine Enthaltung.
"Sie hat in den vergangenen vier Jahren engen Kontakt gehalten und sich stets für die
Probleme der Region, aber auch für die außerhalb ihres Wahlkreises
eingesetzt", lobte der Kreisvorsitzende Albert Rathjen die 48-Jährige, die er im Namen des
Vorstandes für eine erneute Kandidatur vorschlug. Einen Gegenkandidaten
gab es nicht. Rathjen erinnerte an die "steile Karriere", die Mechthild Ross-Luttmann
in den vergangenen vier Jahren hingelegt habe. Mit einem klaren Ergebnis war sie in
den Landtag eingezogen, schnell wurde sie sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, um dann im Dezember 2005 Ursula von der Leyen als Sozialministerin zu beerben. "Sie gilt in Fachkreisen als sehr kompetent, und diese , Kompetenz hat sie immer genutzt.
Mechthild Ross-Luttmann arbeitet dabei nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit", führte
Rathjen in seiner Vorschlagsbegründung weiter aus. "Es war begeisternd zu erleben, wie wir innerhalb der Fraktion immer wieder um eine Meinung gerungen und diese dann schließlich nach außen hin vertreten haben", schwärmte die CDU Kandidatin von ihrer Arbeit in Hannover. In 346 Tagen sei die Wahl - und in die elf Monate bis dahin gehe sie mit Rückenwind, weil der Wähler die Arbeit der neuen Landesregierung honoriere.
Die 48-Jährige: "Die Menschen wünschen sich eine Fortsetzung unseres Reformkurses." Drei Themen seien aus ihrer Sicht entscheidend für die bisherige Arbeit: die Haushalts-Konsolidierung, verbunden mit dem Ziel, im Jahre 2011 einen Etat vorzulegen,
der ohne Neuverschuldung auskommt, die Schulstruktur- sowie die Verwaltungsreform. Vor allem die Haushaltskonsolidierung sei ein "schwerer Brocken", aber auch hinter der Schulreform stecke ein "enormer Kraftakt". Doch die Umsetzung sei - auch im Landkreis Rotenburg - gut gelungen. Sehr am Herzen liege ihr jedoch auch der Kinderschutz.
Dafür brauche es weitere Hilfe-Systeme, allen voran aber eine enge Vernetzung. Ein weiteres Hauptaugenmerk lege sie zudem auf den Bereich der Seniorenarbeit.
Im Mittelpunkt dabei stehe die Frage, wie wir im Alter leben wollen. Die Senioren verfügten über eine enorme Kaufkraft - es gehe vor diesem Hintergrund darum zu ermitteln, welche
seniorengerechten Produkte auf den Markt gehörten.
Ihr Minister-Kollege Hans-Heinrich Ehlen soll übrigens am 14. März in Selsingen für den
Nord-Kreis als Kandidat ins Rennen geschickt werden. Er kam nach Rotenburg, um Mechthild Ross-Luttmann Unterstützung zu leisten. Sie sei die vorbildlichste
Landtagsabge- ordnete, die auch mal den "Allrad" einschalte, vor allem aber auf ihre Erfahrungen baue. In knapp zwei Wochen wird sie Heiner Ehlen bei dessen
Nominierung zur Seit stehen.

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