CDU Kreisverband Verden
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Zevener Zeitung vom 10.09.2008

CDU nominiert Martina Krogmann

Frühzeitige Weichenstellung der Union

Martina KrogmannKutenholz (st/wst). Um 21.36 Uhr versagte ihr am Montagabend in Kutenholz die Stimme: Kurz zuvor hatte sie zur Kenntnis nehmen dürfen, dass sie mit 95,5 Prozent erneut zur CDU-Kandidatin für die Bundestagswahl nominiert worden ist: Für Dr. Martina Krogmann offenbar keine Selbstverständlichkeit – obwohl es diesmal keine Alternative gab.

Mehr als ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl hat nicht nur die SPD ihren Kanzlerkandidaten auf den Schild gehoben – auch die heimische CDU hat frühzeitig die Weichen gestellt und erneut die 44-jährige bisherige Abgeordnete Martina Krogmann als Kandidatin für den neuen alten Wahlkreis Stade/ Bremervörde nominiert.
Vor fast genau elf Jahren begann die Parteikarriere der damals 33-jährigen Hannoveranerin, die als politisches Greenhorn vom CDU-Landesvorsitzenden Christian Wulff protegiert worden war. Damals war ihre Nominierung noch umstritten und der Weg zum Mandat mit zwei Gegenkandidaten dornenreich. Diesmal allerdings hatte sich kein Kontrahent aus der Deckung gewagt, zumal die amtierende Abgeordnete mittlerweile als parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSUFraktion im Bundestag wirkt.
„Wandelnder Rauchmelder“ bezeichnete ihr Chef Norbert Röttgen diesen Job – es sollte positiv gemeint sein, da Krogmann früh ahnen müsse, wo politische Minenfelder entstehen, die es frühzeitig zu entschärfen gelte.
Auch die Lobeshymnen der Kreisverbände Stade und Rotenburg blieben nicht ohne Wirkung, so dass Krogmann am Ende nur zwei Gegenstimmen in der Bilanz hatte: 147 CDU-Mitglieder aus dem Wahlkreis Stade/Bremervörde möchten sie wieder in Berlin arbeiten sehen.
In ihrer Vorstellungsrede gab sich Krogmann kämpferisch als Verfechterin mittelständischer Politik. Leistung müsse sich wieder lohnen, und: wer zur Arbeit gehe, der müsse mehr bekommen, als diejenigen, die nicht zur Arbeit gehen. Die CDU-Politikerin: „Sozialleistungen gibt es für Bedürftigkeit und nicht für Bequemlichkeit.“ Als dringlichstes Problem vor Ort sieht sie ihre Bemühungen gegen die „schwachsinnige Mautgebühr für 11,6 Kilometer A 26.“ Mittlerweile unterstütze die CDU/ CSU-Fraktion ihre Bemühungen gegen diese Politik des von ihr hart kritisierten Verkehrsministers Wolgang Tiefensee.
In Sachen Elbvertiefung beklagte Krogmann die Arroganz des Ministers und einiger Hamburger Behörden. Bei allem Verständnis für die Belange des Hafens und der damit verbundenen Arbeitsplätze sei die Deichsicherheit für Niedersachsen nicht verhandelbar.